BMW, Toyota, Bosch und Repsol starten Pilotprojekt: Fahrzeuge werden zu 100% mit erneuerbarem Ottokraftstoff betrieben – unter realen Bedingungen

by Admin

Im Rahmen der sechsmonatigen Initiative werden Fahrzeuge von BMW und Toyota eingesetzt, die mit dem zu 100% erneuerbaren Benzin „Nexa 95“ von Repsol betrieben werden.

München, 15. Juli 2026 – Die BMW Group, Toyota Motor Europe (TME) Bosch und Repsol kommunizieren heute den Start eines wegweisenden sechsmonatigen Pilotprojekts in Spanien.

Das Pilotprojekt, das Anfang Juli begann, soll das Potenzial von Fahrzeugen, die ausschließlich mit zugelassenen Kraftstoffen betrieben werden (VEEF: Vehicles running Exclusively on Eligible Fuels)*, unter realen Bedingungen demonstrieren.

Im Rahmen der Initiative wird eine Flotte von rund 20 Fahrzeugen der Marken Toyota und BMW eingesetzt, die mit dem zu 100% erneuerbaren Benzin von Repsol (Nexa 95) betrieben und durch die fortschrittliche digitale Kraftstoff-Verfolgungs-Technologie von Bosch unterstützt werden.

Ziel dieses Pilotprojekts ist es, konkrete, praxisnahe Belege dafür zu liefern, dass Fahrzeuge, die ausschließlich mit zugelassenen Kraftstoffen betrieben werden, effektiv in großem Maßstab eingesetzt werden können.

Damit soll Europas Übergang zu einer dekarbonisierten Mobilität durch einen komplementären, technologieneutralen Ansatz unterstützt werden, ohne dass dabei jemand zurückbleibt.

„Technologieoffenheit ist eine tragende Säule der Strategie der BMW Group – gleichzeitig ist es stets unser Ziel, umweltfreundlichere und effizientere Fahrzeuge auf die Straße zu bringen. Unsere Fahrzeuge werden im Rahmen dieses zukunftsorientierten Pilotprojekts dazu beitragen, wertvolle Daten zu gewinnen, die es uns ermöglichen, unseren Kunden weltweit auch in Zukunft die besten und effizientesten Antriebe anzubieten“, sagt Dr. Stefan Heller, Leiter der Entwicklung des VEEF-Programms bei der BMW Group.

Das Pilotprojekt konzentriert sich auf drei Hauptziele:
-Verfügbarkeit von erneuerbarem Benzin auf dem Markt – unter Nutzung der Infrastruktur von Repsol, dem derzeit einzigen Anbieter von 100 % erneuerbarem Benzin an öffentlichen Tankstellen in Spanien
-Einsatzbereitschaft digitaler Nachverfolgungs- und Zertifizierungstechnologien – ermöglicht durch das „Digital Fuel Twin“-System von Bosch, das die Nutzung erneuerbarer Kraftstoffe über den gesamten Lebenszyklus hinweg zertifiziert
-Operativer Einsatz von VEEF-Flotten – um zu demonstrieren, dass bestehende Fahrzeuge bereits heute mit 100% erneuerbaren Kraftstoffen unter Nutzung der vorhandenen Infrastruktur betrieben werden können

Das System von Bosch wird Betankungsdaten aus verschiedenen Quellen – darunter Fahrzeugdaten, Tankstellen und Tankkartentransaktionen – erfassen und validieren und so eine zuverlässige, transparente Nachverfolgung des Verbrauchs erneuerbarer Kraftstoffe gewährleisten.

„Mit unserem ‚Digital Fuel Twin‘ sorgt Bosch für vollständige digitale Transparenz entlang der gesamten Kraftstoff-Wertschöpfungskette, um erneuerbare Kraftstoffe vom Markteintritt bis hin zum Endverbraucher zuverlässig nachzuverfolgen und zu verifizieren. Durch die präzise Überwachung des Kraftstoffverbrauchs einzelner Fahrzeuge in Echtzeit schaffen wir die Grundlage für Vertrauen und die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften, die für eine höhere Akzeptanz erneuerbarer Kraftstoffe im Mobilitäts- und Transportsektor erforderlich sind“, sagt Dr. Marko Babic, Leiter des Produktbereichs bei Bosch und verantwortlich für den „Digital Fuel Twin“.

Eine skalierbare Lösung unter Nutzung bestehender Fahrzeuge und Infrastruktur Im Gegensatz zu Lösungen, die neue Fahrzeugtechnologien oder Infrastrukturinvestitionen erfordern, nutzt das Pilotprojekt bestehende Toyota- und Lexus-Pkw, die von Toyota España (TES) bereitgestellt werden, sowie Fahrzeuge aus der BMW Group Flotte in Spanien.

Dies unterstreicht die unmittelbare Skalierbarkeit erneuerbarer Kraftstoffe als Drop-in-Lösung zur Dekarbonisierung des Straßenverkehrs. Das erneuerbare Benzin „Nexa 95“ von Repsol wird aus RED-konformen Rohstoffen hergestellt und bietet im Vergleich zu fossilen Kraftstoffen erhebliche Reduzierungen der Treibhausgasemissionen, während es gleichzeitig vollständig kompatibel mit den heutigen Benzinmotoren und der bestehenden Infrastruktur bleibt.

Spanien wurde aufgrund der Verfügbarkeit von erneuerbarem Benzin, der engen Zusammenarbeit mit den Partnern und der operativen Unterstützung durch Toyota España als optimaler Standort für dieses Projekt ausgewählt.

„Wir bei Repsol sind davon überzeugt, dass jede Lösung zur Emissionsminderung eine Rolle bei der Dekarbonisierung des Verkehrs spielt. Dieses Projekt unterstreicht, wie erneuerbare Kraftstoffe die Auswahl der Verbraucher erweitert und eine weitere Möglichkeit bietet, den CO₂-Fußabdruck unter Nutzung bestehender Fahrzeuge und Infrastruktur zu verringern. Als einziges Unternehmen, das derzeit an öffentlichen Tankstellen in Spanien zu 
100% erneuerbares Benzin anbietet, ist Repsol stolz darauf, gemeinsam mit Toyota, BMW und Bosch sein Fachwissen und seine Infrastruktur einzubringen. Die Praxisdaten des Projekts werden den Wert eines technologieneutralen Ansatzes für den Mobilitätswandel in Europa verdeutlichen.“ – Estíbaliz Pombo, stellvertretende Leiterin des Bereichs Energieprodukte bei Repsol.

Stärkung der Argumente für Technologieneutralität in Europa 
Das Pilotprojekt soll fundierte Daten und Erkenntnisse liefern, die die laufenden politischen Diskussionen in Europa über die Dekarbonisierung des Automobilsektors unterstützen.

Da sich die EU-Politik derzeit vorwiegend auf die Elektrifizierung konzentriert, zielt das Projekt darauf ab, zu zeigen, dass erneuerbare Kraftstoffe eine ergänzende und skalierbare Rolle bei der Reduzierung der CO₂-Emissionen spielen können.

Daten und Zwischenergebnisse des Pilotprojekts werden an politische Entscheidungsträger in der EU, Akteure der Branche und die Medien weitergegeben und so zu Diskussionen über Technologieneutralität und die mögliche Einbeziehung von VEEF-Fahrzeugen in künftige Rechtsrahmen beitragen.

„Wir sind davon überzeugt, dass erneuerbare Kraftstoffe neben der Elektrifizierung eine Schlüsselrolle bei der Reduzierung der CO₂-Emissionen spielen können. Im Zuge des fortschreitenden Wandels wird deutlich, dass das Risiko wächst, dass das Ziel von 100 % emissionsfreien Fahrzeugen bis 2035 möglicherweise nicht vollständig erreicht wird. In einem solchen Szenario können erneuerbare Kraftstoffe dazu beitragen, die Lücke zur CO₂-Neutralität zu schließen, insbesondere in Kombination mit Hybrid- und Plug-in-Hybrid-Technologien. Dieses Pilotprojekt soll zeigen, wie erneuerbare Kraftstoffe bereits heute einen bedeutenden und nachhaltigen Beitrag zur Dekarbonisierung leisten können – sowohl für Neufahrzeuge als auch für Bestandsfahrzeuge.“ — Pascal Ruch, Vizepräsident für Unternehmens- und Regierungsangelegenheiten, Toyota Motor Europe

Messbare Wirkung erzielen
Ein entscheidender Erfolgsfaktor des Projekts wird die Förderung des effektiven Einsatzes erneuerbarer Kraftstoffe in der gesamten Flotte sein, um Emissionsminderungen zu unterstützen und die Wirkung der Lobbyarbeit zu verstärken. Das Pilotprojekt wird zudem wertvolle Erkenntnisse für Validierungs- und Überwachungsmethoden in Forschung und Entwicklung liefern, ebenso wie zur Skalierbarkeit bestehender Ansätze zur Nachverfolgung der physischen Betankung und zur Fähigkeit der Kraftstoffanbieter, den Kraftstoffverbrauch einzelnen Fahrzeugen zuzuordnen.

* Zulässige Kraftstoffe: Bezieht sich auf erneuerbare und kohlenstoffarme Kraftstoffe, die den EU-Nachhaltigkeitskriterien gemäß der (RED) entsprechen und auf Well-to-Wheel-Basis im Vergleich zu fossilen Kraftstoffen signifikante Treibhausgas Reduktionen liefern.

Dazu gehören nachhaltig erzeugte Biokraftstoffe und erneuerbare Kraftstoffe, die aus Abfällen, Reststoffen oder erneuerbaren Energiequellen erzeugt werden, wie sie in den Stellungnahmen von ACEA und FuelsEurope zur Förderung des Einsatzes von Fahrzeugen, die ausschließlich mit zulässigen Kraftstoffen (VEEF) betrieben werden, genannt sind.

Quelle: BMW Pressclub Deutschland

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