Estland-Rallye: Škoda Pilot Robert Virves strebt bei seinem WRC2-Heimspiel den zweiten Sieg in Folge an

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Mladá Boleslav – Die Lokalmatadoren Robert Virves und Beifahrer Jakko Viilo zählen zu den Favoriten auf den WRC2-Sieg auf den schnellen Schotterpisten der Estland-Rallye (16.–19. Juli 2026). Doch die Škoda Fabia RS Rally2 Crew wird bei der neunten Runde der FIA Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) auf starke Konkurrenz treffen: 24 Teilnehmer sind in der WRC2 am Start, von denen zehn auf einen Škoda Fabia RS Rally2 setzen.

Nachdem mehr als die Hälfte der Saison 2026 absolviert ist, kommt in der WRC2-Kategorie nun die Taktik ins Spiel. Jeder Fahrer und Beifahrer kann bis zu sieben Wertungsläufe benennen, wobei nur die sechs besten Ergebnisse zählen. Robert Virves und Jakko Viilo liegen derzeit auf dem sechsten Platz in der Gesamtwertung. Die Esten, die in einem von Toksport WRT eingesetzten Škoda Fabia RS Rally2 an den Start gehen, haben jedoch bislang nur zwei Läufe nominiert: die Safari-Rallye Kenia und die Akropolis-Rallye Griechenland – und beide haben sie gewonnen. Mit einer 100-prozentigen Siegquote sind sie deutlich besser platziert, als es die aktuelle Gesamtwertung vermuten lässt. Da alle Fahrer und Beifahrer unter den ersten fünf der Gesamtwertung bereits mindestens vier Ergebnisse vorweisen können, hat Robert Virves allen Grund, vor seinem Heimrennen optimistisch zu sein. „Nachdem ich letztes Jahr bei der Estland-Rallye die WRC2-Kategorie gewonnen habe, kann ich es kaum erwarten, mit meinem Škoda Fabia RS Rally2 wieder auf diesen fantastischen Schotterpisten zu fahren“, sagte der 26-Jährige.

Emil Lindholm aus Finnland, Teamkollege von Robert Virves bei Toksport WRT, belegte sowohl 2022 als auch 2023 bei der Estland-Rallye den dritten Platz in der WRC2. In diesem Jahr strebt der WRC2-Champion von 2022 gemeinsam mit seinem brasilianischen Beifahrer Gabriel Morales ein Spitzenergebnis an. Auch die Škoda Fabia RS Rally2 Crews Jan Solans/Rodrigo Sanjuán aus Spanien (PH.Ph), Lauri Joona/Antti Linnaketo aus Finnland (TGS Worldwide) sowie die Junior-WRC-Champions von 2025, Mille Johansson/Johan Grönvall aus Schweden (MS Munaretto), zählen zu den Anwärtern auf einen Platz auf dem WRC2-Podium. Ebenfalls mit einem Škoda Fabia RS Rally2 am Start ist das von TGS Worldwide eingesetzte Duo Mikko Heikkilä und Beifahrer Kristian Temonen, das kürzlich die zur FIA Rallye-Europameisterschaft zählende ‚Royal Rally of Scandinavia‘ auf ähnlichen Etappen gewann. Das finnische Team stellte seine Schnelligkeit zudem mit einem vierten Platz in der WRC2-Kategorie bei der letztjährigen Estland-Rallye unter Beweis. Eine der größten lokalen Hoffnungen ist der 20-jährige Este Patrick Enok. Er wird vom erfahrenen Beifahrer Silver Simm in einem Printsport Škoda Fabia RS Rally2 unterstützt.

Die „Delfi Rally Estonia“, wie der neunte Lauf der WRC offiziell heißt, umfasst 18 Wertungsprüfungen auf überwiegend glattem Schotter mit einer Gesamtlänge von 301,80 Kilometern. Am Freitag (17. Juli) müssen die Teams 103,42 Kilometer auf sieben Wertungsprüfungen bewältigen. Der Samstag (18. Juli) ist der längste Tag mit neun Sonderprüfungen über 149,60 Wertungskilometer. Nach zwei Durchläufen auf der 24,39 Kilometer langen Wertungsprüfung Kääriku am Sonntag (19. Juli) werden die Sieger voraussichtlich gegen 14:20 Uhr Ortszeit auf dem Podium erwartet.

Wussten Sie, dass …

… die Estland-Rallye breite Waldstraßen bietet, auf denen mit Vollgas gefahren werden kann und die manchmal mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von mehr als 120 km/h bewältigt werden?

… die Estland-Rallye 2020 mitten in der globalen Pandemie in den Kalender der FIA Rallye-Weltmeisterschaft aufgenommen wurde?

… die Veranstaltung seitdem fester Bestandteil des WRC-Kalenders ist, mit Ausnahme des Jahres 2024, als sie als Lauf der FIA Rallye-Europameisterschaft gewertet wurde?

… mit einer einzigen Ausnahme jedes Mal ein Škoda Team die Kategorie WRC2/WRC2 Open gewonnen hat?

Gesamtwertung WRC2/Fahrer (nach 8 von 14 Läufen)
1. Roope Korhonen (FIN), Toyota, 64 Punkte (aus 4 Läufen)
2. Alejandro Cachón (ESP), Toyota, 61 Punkte (aus 5 Läufen)
3. Léo Rossel (FRA), Citroën, 60 Punkte (aus 4 Läufen)
4. Nikolay Gryazin (BUL), Lancia, 56 Punkte (aus 4 Läufen)
5. Yohan Rossel (FRA), Lancia, 52 Punkte (aus 5 Läufen)
6. Robert Virves (EST), Škoda, 50 Punkte (aus 2 Läufen)

Gesamtwertung WRC2/Teams (nach 5 von 14 Läufen)
1. Toksport WRT, Škoda, 168 Punkte
2. Lancia Corse HF, Lancia, 163 Punkte
3. M-Sport Ford World Rally Team, Ford, 45 Punkte
4. 2C Junior Team, Citroën, 15 Punkte

FIA-Rallye-Weltmeisterschaft 2026
Rallye Monte Carlo, 22. – 25. Januar
Rallye Schweden, 12. – 15. Februar
Safari-Rallye Kenia, 12. – 15. März
Rallye Kroatien, 9. – 12. April
Rallye Kanarische Inseln (ESP), 23. – 26. April
Rallye Portugal, 7. – 10. Mai
Akropolis-Rallye Griechenland, 25. – 28. Juni
Estland-Rallye, 16. – 19. Juli
Rallye Finnland, 30. Juli – 2. August
Rallye Paraguay, 27. – 30. August
Rallye Chile Bio Bío, 10. – 13. September
Rallye Italien Sardinien, 1. – 4. Oktober
Rallye Saudi-Arabien, 11. – 14. November

Quelle: Skoda Media

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