Köln. Toyota formt die Zukunft der menschenzentrierten Mobilität: In Woven City ist die erste Projektphase erfolgreich angelaufen. In der Modellstadt, die eigens für diese Zwecke konzipiert wurde, identifiziert, entwickelt und testet Toyota neue Mobilitätskonzepte in einer praxisnahen Umgebung.
In Woven City leben die „Weavers“ genannten Bewohner Seite an Seite mit den „Inventors“. Unter diesem Begriff sind Teams und Einzelpersonen vereint, die Anwendungen entwickeln und verfeinern, die mithilfe künstlicher Intelligenz und fortschrittlicher Technologien Mobilität sicherer, einfacher und für alle zugänglich machen.
Bisheriger Fortschritt von Woven City
Woven City ist das Bindeglied zwischen zukunftsweisender Forschung und praktischen Anwendungen. Geleitet wird das Projekt von Woven by Toyota (WbyT), einem Tochterunternehmen des Toyota Konzerns. Ziel ist es, die Zukunft der Mobilität voranzutreiben und das Leben für alle zu verbessern.
Das Projekt entstand aus der Erklärung von Toyota aus dem Jahr 2018, sich von einem Automobilhersteller zu einem Mobilitätsunternehmen weiterzuentwickeln. Das Konzept von Woven City stellte Toyota auf der CES 2020 in Las Vegas vor.
Die Modellstadt Woven City entsteht auf dem Gelände des ehemaligen Higashi-Fuji-Werks von Toyota Motor East Japan (TMEJ) in Susono City in der japanischen Präfektur Shizuoka – damit führt das Projekt die mehr als 50-jährige Geschichte handwerklicher Tradition an diesem Standort weiter. Gleichzeitig unterstreicht das Vorhaben das Engagement von Toyota für eine Region, die im Jahr 2011 schwer vom Erdbeben im Osten Japans getroffen wurde.
Woven City ist ein Ort, an dem Menschen leben, arbeiten und ihre Freizeit verbringen. Dabei testen sie neue Produkte und Dienstleistungen, bevor diese in Serienproduktion gehen. Dank des unmittelbaren Feedbacks aus erster Hand lassen sich Entwicklungen präzise optimieren und beschleunigen. Auf diese Weise wird die Stadt zu einem sich ständig weiterentwickelnden, lebendigen Labor.
Erste Projektphase
Die Umsetzung der ersten Projektphase lief im September 2025 offiziell an. Seit April 2026 bewohnen 100 Personen in 50 Haushalten die Modellstadt; im Laufe der Zeit wird die Einwohnerzahl voraussichtlich auf rund 300 Personen ansteigen. Bis heute haben sich mehr als 20 „Inventors“ dem Projekt angeschlossen, davon zwölf aus Tochterunternehmen des Toyota Konzerns und zwölf weitere von externen Partnern. Sie sind in den unterschiedlichsten Branchen aktiv, teilen jedoch die gemeinsame Philosophie, „für andere“ innovativ zu sein.
Der Schwerpunkt liegt auf Kooperationsprojekten für menschenzentrierte Mobilität und Systeme. Dazu gehören auch Projekte, die die Verkehrssicherheit verbessern und zu einer Welt ohne Verkehrsunfälle beitragen, etwa Plattformen für autonomes Fahren, robotergestützte Logistik, Kommunikationssysteme der nächsten Generation sowie tragbare Wasserstoff-Energiesysteme.
Innovationen in den Bereichen Verkehrssicherheit und Information mit ANZEN
Eines der zentralen Projekte in der Anfangsphase von Woven City ist das integrierte ANZEN System. Bei dieser neuen Technologie können Menschen, Mobilitätstechnologien und Infrastruktur gemeinsam die jeweilige Situation erfassen, Entscheidungen treffen und koordiniert handeln.
Kakezan: Innovation durch Zusammenarbeit
Kakezan – ein japanisches Wort für „Multiplikation“ – beschreibt, wie Woven City die Bündelung vielfältiger Stärken ermöglicht und das Fachwissen von Unternehmen, Teams und Einzelpersonen aus verschiedenen Branchen zusammenführt. Dadurch entstehen Vorteile, die eine größere Wirkung für die Gesellschaft entfalten.
Ähnlich wie Kaizen, dem Prinzip der kontinuierlichen Verbesserung, ist Kakezan eine langfristige Philosophie zur Wertschöpfung durch Zusammenarbeit. Als einer der Grundwerte von WbyT vereint es unterschiedliche Stärken, Perspektiven und Fachkenntnisse, um Möglichkeiten zu erschließen, die eine einzelne Person oder ein einzelnes Unternehmen allein nicht erreichen könnte – ganz im Sinne des Toyota Mottos: „No one can do this alone.”
Toyota und WbyT treiben Kakezan mithilfe von menschenzentrierten KI-Technologien voran. Toyota sieht KI als wesentlich für jede Innovation an, ist gleichzeitig aber davon überzeugt, dass sie dazu dienen sollte, die menschliche Intuition zu erweitern, anstatt sie zu ersetzen.
Woven City und die Ursprünge von Toyota in der Textilindustrie
Sowohl im Namen als auch in ihren Ambitionen ist Woven City eng mit dem industriellen Erbe und der Innovationsgeschichte von Toyota verbunden. Sakichi Toyoda, der Erfinder der weltweit ersten automatischen Webmaschine, gründete 1918 die Toyoda Spinning and Weaving Company.
Der Erfolg dieser Firma ermöglichte es seinem Sohn Kiichiro, in die Entwicklung der Automobiltechnologie zu investieren – mit Mitteln, die er 1929 durch den Verkauf von Patenten für Webmaschinen an das britische Webereiunternehmen Platt Brothers aus Oldham erwirtschaftet hatte. Das erste Fahrzeug von Toyota wurde 1935 fertiggestellt, zwei Jahre später wurde die Toyota Motor Company gegründet.
Im Laufe der gesamten Unternehmensgeschichte von Toyota haben sich die Geschäftsbereiche des Unternehmens dafür eingesetzt, das Wohlergehen anderer zu fördern – eine menschenzentrierte Philosophie, die künftig auch in Woven City fortgeführt wird.
Die Bedeutung von Toyota als Mobilitätsunternehmen
Für Toyota bedeutet Mobilität mehr als nur Fortbewegung und den Personentransport von Ort zu Ort. Vielmehr geht es darum, wie Menschen sich auch emotional bewegt fühlen und miteinander in Verbindung treten.
Die Aktivitäten in Woven City befassen sich mit Mobilität in vier miteinander verbundenen Bereichen: Menschen, Güter, Informationen und Energie. Da Mobilität jedoch ebenso wie das Internet ein sich ständig erweiterndes Konzept ist, erstrecken sich die Aktivitäten auf dieser Grundlage auch auf Bereiche wie Logistik, Energie, Bildung und Alltag.
Quelle: Toyota Media